Leuchttisch


Nachdem die ersten Kleinbildfilme entwickelt waren fand ich es doch sehr störend, die Streifen irgendwie gegen das Licht halten zu müssen, um die Bilder zu erkennen. Von dem DIY Beamer Projekt hatte ich noch die Reste der zerlegten 15" Flachbildmonitore im Keller liegen. Die Hintergrundbeleuchtung und vorallem die Diffusorfolien eigenen sich doch hervorragend für einen Leuchttisch, auf dem sich die transparenten Filmstreifen ansehen lassen. Die Leuchtstoffröhren waren auch noch dabei, allerdings hab ich es nicht auf Anhieb hinbekommen, die Stromversorgungsplatine mit dem korrekten Signal anzusteuern. Naja, was soll, die Platine ist eh viel zu klobig.
Ein paar weisse SMD LED's sollten ein guter Ersatz sein. Da ich dem halben Centimeter dicke der Diffusorplatten nichts hinzufügen möchte hab ich in eine Kupferplatine ein Raster eingefräst, auf dem die einzelnen LED's in 7.5mm Abstand zueinander aufgelötet werden.


Jeweils drei in Reihe mit einem Vorwiderstand für 12V und dann alle Dreierpakete parallel. Eine sehr meditative lötarbeit. Wer nicht soviel Zeit hat kann sich auch passende LED Strips kaufen.


Zusammengelötet sind es dann zwei 31.5cm langen Streifen mit je 42 LED's für die obere und untere Kante der Acrylglasplatte vom Monitor.
Da der Leuchttisch per 3S Lipo (ca. 12V) betrieben werden soll wollte ich verhindern, dass ein Kurzschluss irgendwo bei den LED's das dünnste Kabel durchschmoren lässt. Kurz hinter dem XT60 Stecker kam also noch eine 1.2A Schmelzsicherung.


Ein 15" 4:3 TFT Monitor ist knapp größer als ein DIN A4 Blatt Papier, die Negativhüllen passen also perfekt auf die Fläche. Als Zeichentisch eignet er sich ebenso.