Project start: May 2013

Flying Wing



Da mich nach dem Bau des Tricopters das Hobby Modellflug nun gepackt hat wollte ich mich auch mal an einen Flächenflieger wagen.
Natürlich nichts fertiges! Er soll mindestens eine Gopro tragen können und später auch FPV Zeugs.
Nach gefühlten tausend Youtube Videos fiel meine Entscheidung auf einen Nurflügler / Flying Wing.
Der erste Versuch einen Wing komplett ohne Vorkenntnisse und Anleitung zu bauen Schlug angesichts der ersten Flugversuche fehl.

Also neuer Versuch:
Erstmal die Elektronik die ich dazugekauft habe:
Beim Bau hab ich mich an den Maßen des "FPV40 XL" (Design von Schraut5) orientiert.


Dann mal los:
Da ich in meiner Umgebung kein original Depron gefunden habe bin ich auf Saarpor ausgewichen, da es mir ausreichend stabil vorkam und mit 12 Euro für insgesamt 4qm nicht zu teuer ist.


Aus dem Saarpor hab ich ein 20" x 30" Stück ausgeschnitten und die Linien der Anleitung nach eingezeichnet und ausgeschnitten.
Neben dem 7mm dicken Saarpor hab ich 2cm dickes Domodur (son Pinkes Dämmzeug ausm Baumarkt) verwendet. 0,75qm - 4,50€


Das Domodur kommt auf das Saarpor und bildet die Tragfläche. Die Vorderkante hab ich mit einem Messer und Schleifpapier aus nicht nur optischen Gründen abgeschrägt.


Die Elevons halten mit ein wenig Panzertape wunderbar. Zudem wird der ganze Flieger nachher eh komplett "eingepackt".


Der Motor wird an einem Aluwinkel angeschraubt, der wiederum von unten an einer 2.5mm MDF Platte angeschraubt ist. (DXF Files der CNC-Fräsungen siehe unten)


Die Servos wollte ich eigendlich zuerst in dem Domodur einlassen, allerdings währen mir dann die Stangen zu den Elevons zu lang geworden.
Daher sind die Servos auf der oberen Seite mit Kabelbinder befestigt. Unten musste eine kleine Holzplatte hin, damit die Kabelbinder nicht einfach nur das Saarpor durchschneiden.
Die 2mm Metallstangen zu den Elevons lassen sich durch lockern der Schraube einstellen. Demnächst tausche ich die halbe Lüsterklemme durch richtige Servobefestigungen aus.


Um den Wing in der Breite Stabilität zu geben hab ich ein 6mm GFK Rohr auf der Oberseite angebracht. Selbstverständlich mit Kabelbindern und kleinen Holzplatten auf der anderen Seite.


Der Lipo (aktuell ein 3S 2200 mAh) muss relativ weit nach vorne um den Schwerpunkt bei etwa 22cm (von der Spitze aus gemessen) zu halten.
Daher wird er in das Domodur eingelassen und ragt nurnoch ein paar mm oben raus. Um die Kabel zum ESC zu führen musste ich einen kleinen Kanal einfräsen. Dazu einen alten abgebrochenen 3er Bohrer in den Dremel der CNC gespannt. Das Domodur konnte ich dann per Hand parallel zum Fräser bewegen und so etwa 1cm wegfräsen.


Um dem Ganzen noch etwas mehr Steifigkeit zu verleihen hab ich zwei Holzstäbe in das Domodur eingelassen. Die Kabelbinder drücken die Holzstäbe und die 4 kleinen Holzplatten auf der Unterseite zusammen und halten somit das Domodur und den Rest des Wings zusammen.


Am linken und rechten Ende des Wings sollen zwei Winglets die Flugeigenschaften etwas verbessern.
Da diese den Flieger um mehr als das doppelte in der Höhe verlängern wollte ich diese nicht für immer und ewig festkleben.


Daher wiedereinmal aus MDF ein Teil gefräst um die Winglets seitlich in den Wing zu stecken. Mit von oben durchgesteckten Schaschlickspießen fallen die dann auch nicht im Flug ab (glaube ich).


Vor dem Lipo kommt ebenso eingelassen die Gopro 2.


Da der Flieger schonmal in seine Einzelteile zerlegt da rum lag hab ich diese auch gleich mal farblich verschönert.


Schwarz desswegen, da man ihn so besser im Himmel findet und Gelb als auffallende Farbe (falls man ihn mal in einem Baum finden muss). Nebenbei trifft der Wing so warscheinlich hier in Dortmund eher auf akzeptanz.
Die Farbe ist natürlich nicht direkt auf das Domodur oder Saarpor gesprüht, da dieses sich sonst auflöst, sondern auf das durchsichtige leicht raue Paketklebeband (z.B. Tesa Perfect & Strong Transparent) in welches der Komplette flieger zuvor eingepackt wurde. Somit ist er zudem etwas wasserresistenter.


Servos wieder drauf. Diesmal musste ich sie mit etwas doppelseitigem Klebeband zusätzlich sichern.


Da in Zukunft ein Videosender dazukommen könnte wollte ich den Empfänger schonmal so weit außen anbringen wie möglich. Dazu musste ich die Servokabel etwas verlängern.
Die Antenne kann somit dicht an dem rechten Winglet angebracht werden.


Um den Receiver bei Bedarf abnehmen zu können wird dieser wie auch bei meinem Tricopter mit Klettband gehalten.


Propeller mit Propsaver drauf und fertig ist er.


1.6.2013: Heute mal mit dem Teil draußen gewesen. Leider wars viel zu windig, um zu sagen ob er gut fliegt. Fliegen tut er aber.
Demnächst mal bisschen am CG schrauben und auf besseres Wetter warten.

Hier zuletzt noch die DXF Files aller gefrästen Teile: Wing_fpv40-dxf_20130524

Nach dem letzten "Testflug" hab ich mich dazu entschlossen, das Projekt Wing vorerst ruhen zu lassen. Entweder ist er zu schwer (glaub er wog so abflugfertig 800g) oder der Antrieb ist stark unterdimensioniert (7x5er Prop an 150W 1450kV Motor). Jedenfalls konnte ich ihn nach einer leichten Kurve nicht mehr hochziehn.