Project start: May 2014

Scratchbuild FPV Flieger


Nach einigen Flügen versenkte ich meinen FT Bloody Wonder. Ich entschied mich dagegen ihn wieder aufzubauen und wollte endlich mal wieder selbst einen Flieger planen und bauen und zwar einen der ausnahmsweise auch fliegt.
Insgesamt wurde es dann ein Easystar Verschnitt. Da ich das Teil für FPV Flüge designen wollte musste der Propeller nach hinten (Pusher). Um nicht allzuviel verkehrt zu machen hab ich mich grob nach dem Easystar gerichtet. Die Spannweite beträgt genau einen Meter (so lang war das Saarpor, aus welchem die Tragfläche gemacht ist).



Es fing alles an mit den Tragflächen. Gefaltet hab ich so circa nach der Flitetest Anleitung für den Bloody Wonder.
Die Verbindung zwischen Flügel und Rudern besteht aus Verpackungsfolie. Angeraut und mit Sekundenkleber in kleine Schlitze gesteckt hällt das echt gut und wackelt vorallem nicht. Selben "Trick" hab ich zuvor beim Extra 300 Shockflyer angewendet.


Der Rumpf besteht aus zwei Hälften Domodur (2cm dickes Dämmmaterial ausm Baumarkt).
Die Tragfläche wird später auf den Rumpf gelegt und von oben durch eine Art Kappe, an welcher auch der Motor befestigt ist, festgehalten.
Um innendrin Raum für Empfänger, Lipo und sonstiges Gestrüpp zu schaffen hab ich vor dem Zusammenkleben der Häften diese auf der Fräse ausgehöhlt.


Höhen und Seitenruder werden hinten in den Rumpf reingesteckt. Das Seitenruder bleibt vorerst unbeweglich, ein Servo kann später immernoch nachgerüstet werden.


Um dem Minecraftstyle entgegenzuwirken verwendete ich einen Heizdraht um den Rumpf unten und hinten abzurunden. Auch der Motoraufsatz wird in seiner Form angepasst.


Damit das ESC nicht erstickt kommt es oben drauf. So reichen auch die Kabel ohne Anpassung.
Das Wichtigste fehlt noch: Glasfaserklebeband zur Verstärkung. Auch ein paar Schaschlikstäbchen sollen den Flieger in Form halten.
Der Rumpf ist auf der Unterseite durch Paketband etwas Dreckresistenter.


Dann wurd es Zeit für den Erstflug. Ich konnte ihn gerade so noch über dem Boden halten. Nachdem der Anstellwinkel der Tragflächen, sowie der Motorsturz provisorisch etwas verringert wurden flog es sich deutlich besser.

Wieder zuhause hab ich unter anderem die Profildicke der Tragflächen durch draufrumdrücken um ein paar Millimeter verringert. Ebenso die Vorderkante etwas abgerundet.
Den Motorsturz hab ich etwas verringert, den Einstellwinkel deutlich verkleinert (gegen 0°).

Am 4.7.2014 kam ich endlich zum Testfliegen. Er flog sich nun deutlich besser und man musste nicht darum kämpfen, ihn in der Luft zu halten. Allerdings kippt er noch immer ohne Korrektur zur Seite weg. Auch musste ich die Querruder bis zum Anschlag nach links trimmen und er wollte immernoch nach rechts rollen. Scheint wohl irgendwas noch nicht so ganz symmetrisch zu sein.