Fisch´s Projekte-Seite

Project start: February 2024

Last updated: June 2024

Hydroponik NFT Tischsystem




Nachdem der Anbau von Basilikum und Salaten im NFT System auf einem eher Schattigen Ostbalkon so gut funktionierte, wollte ich im darauffolgenden 2024 weiter hydroponisch Anbauen. Mit dem Umzug in eine Wohnung mit Südbalkon war der Standort für ein solches System deutlich besser. Auch wollte ich schon immer gerne Tomaten selber ernten. Eine kurze Internetrecherche ergab, dass ein Dutch Bucket System für Tomaten sehr gut geeignet sei. Dazu mehr in der separaten Dokumentation Dutch Bucket

Die Voranzucht begann im Feburar. Diesmal in Ikea Samla Kisten mit Einsätzen für die gedruckten Netcups.
Diese standen drinnen vor dem Balkonfenster. Leider war das Sonnenlicht zu dieser Zeit noch nicht ausreichend, sodass die Pflanzen anfingen zu vergeilen. Sobald es die Temperaturen zuließen, kamen die Anzuchtkisten nach Draußen.


Auf dem vorherigen Balkon bat sich ein vertikales NFT System sehr gut an. Der neue Balkon ist jedoch nach oben hin frei. Daher entschied ich mich die vier 1,3m langen NFT Rinnen aus DN 75 HT Rohr in einem Tischsystem wiederzuverwenden.
Gerne wollte ich die hinteren Rinnen für eine einfachere Erreichbarkeit etwas höher anbringen. Damit ist es auch möglich nur einen Zufluss für die Nährstofflösung einzubauen. Das Wasser fließt so nach und nach durch die Rohre und am Ende zurück ins Reservoir.
Das Reservoir ist diesmal ein 60L Fass, welches unter dem NFT Tisch Platz findet. Die 15L Eurokiste aus dem letzten Jahr war in den heißen Sommermonaten definitiv zu klein ausgelegt.


Als Material habe ich hauptsächlich Latten aus alten Einwegpaletten verwendet. Aus dem CAD Modell konnte ich eine Schnittvorlage für die Seitenteile erzeugen, die als Auflage für die Rohre dienen sollen. Um dem Wetter etwas besser standzuhalten wurde das Gerüst anschließend geölt.


Die Modellierung am Computer war sehr hilfreich, um ein 3% Gefälle herzustellen. Das Wasser fließt im im Zickzack von hinten links nach vorne links. Von dort wird es über ein paar weitere Rohrstücke zum Reservoir geführt.


Oben im Fass werden an einem 20x12mm PVC U-Profil die verschiedenen Sensoren befestigt. Als Pumpe kommt die EDEN 128 vom letzten Jahr zum Einsatz. Mit allen Schläuchen und Steckverbindungen komme ich nachher auf 1,5L/min - 2,0L/min.
Damit das zurückfließende Wasser nicht die Sensoren anspritzt wird es an einer Kunststoffkette entlang geführt.


Um das Fasser unter dem Tischgestell herauszuziehen muss das weiße Rohrstück am Rückfluss entfernt werden. Damit dies einfach und schnell funktioniert wird es in einen Einsatz gesteckt und mit einer 90° Drehung arretiert.


Von der Pumpe im Reservoir führt der Schlauch zum Wasserflusssensor. Von dort geht der Schlauch weiter zu einem Hahn mit zwei Kugelventilen. An den einen ist der Schlauch zum NFT System mit einem Gardena Anschluss angesteckt. Der andere Auslass dient dazu Wasser zu entnehmen, um beispielsweise den PH Wert zu messen aber auch um das Reservoir zum großen Teil zu leeren.


Die Pumpe läuft in diesem System ununterbrochen, da sich bestenfalls kein Wasser im System aufstaut. So ganz klappt das auch diesmal nicht, da sobald eine Pflanze etwas größer wird die Wurzeln den Wasserfluss genug behindern, um den Wasserstand mehr als die Hälfte der Rohrhöhe anzuheben.


Im Besonderen habe ich die Kapuzinerkresse (Hinten rechts) unterschätzt, die mittlerweile nicht nur den Balkon herunterrankt, sondern auch mit ihren Wurzeln um die nächste Kurve und auch Stromaufwärts gewachsen ist.